Wir müssen mehr über die Mensch-Maschine-Interaktion lernen
Die Leistung im Radsport wurde lange Zeit in Watt, Aerodynamik und Gewicht gemessen. Ingenieure haben Rahmenformen optimiert, Antriebswirkungsgrade verbessert und den Rollwiderstand minimiert. Doch ein entscheidender Faktor wurde oft übersehen: die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrrad. Wahre Performance hängt nicht nur von der Maschine ab – sondern davon, wie gut Mensch und Maschine zusammenarbeiten.
Das fehlende Puzzleteil in der Performance-Optimierung
Wir wissen bereits viel darüber, wie man ein Fahrrad schneller macht, wenn eine bestimmte Leistung getreten wird. Auch die Sportwissenschaft hat tiefe Einblicke geliefert, wie Fahrer trainieren können, um ihre Leistung zu steigern. Doch überraschend wenig Forschung wurde darüber betrieben, wie ein Fahrrad den Fahrer tatsächlich besser machen kann. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um Biomechanik, Komfort und Kontrolle. Wie beeinflusst Rahmensteifigkeit die Effizienz? Wie verbessert Nachgiebigkeit die Ausdauer? Die Antworten auf diese Fragen erfordern eine Betrachtung von Fahrer und Fahrrad als eine Einheit.
Passform, Effizienz und Komfort
Einer der am weitesten fortgeschrittenen Bereiche der Mensch-Maschine-Interaktion ist das Bike-Fitting. Eine optimale Sitzposition kann die Leistung steigern, die Kraftübertragung verbessern und gleichzeitig Ermüdung sowie Verletzungsrisiken reduzieren. Deshalb werden unsere Bikes auf Bestellung gefertigt und bieten individuelle Anpassungen wie Vorbaulänge, Lenkerbreite, Kurbelarmlänge, Kettenblattgrößen oder Sattelstützen-Offset. Diese Details stellen sicher, dass jeder Fahrer die bestmögliche Position für seinen Fahrstil und seine Körpermechanik erhält.
Der Weg nach vorne
Wir glauben, dass die Zukunft der Fahrrad-Performance in einem tieferen Verständnis der Mensch-Maschine-Beziehung liegt. Forschung zu Biomechanik, Materialflexibilität und realen Fahrdaten wird uns helfen, unsere Rahmen weiter zu verbessern und Komponenten gezielter auszuwählen. Es geht nicht nur darum, das schnellste Fahrrad zu bauen – sondern das Fahrrad, das dich schneller macht.
Performance wird nicht nur unter Laborbedingungen gemessen. Sie wird auf der Straße, im Gelände und in den Bergen erlebt. Je besser ein Fahrrad mit dem Fahrer harmoniert, desto größer ist das Potenzial. Deshalb treiben wir diese Forschung weiter voran – denn das wahre Geheimnis der Geschwindigkeit ist nicht nur die Maschine, sondern das perfekte Zusammenspiel von Fahrer und Bike.