Wenn es um Performance im Radsport geht, ist Aerodynamik in den letzten Jahren zum großen Thema geworden. Vom Rennrad bis zum Gravelbike gilt geringerer Luftwiderstand als der Schlüssel, um schneller und effizienter zu fahren. Und obwohl es unbestritten ist, dass Aerodynamik gerade bei hohen Geschwindigkeiten eine wichtige Rolle spielt, glauben wir, dass wahre Performance mehr umfasst als nur den Luftwiderstand zu reduzieren.
Warum Aerodynamik wichtig ist
Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Luftwiderstand die größte Kraft, die gegen den Fahrer arbeitet. Wer schnell fahren will, muss sich also mit Aerodynamik beschäftigen. Ein gut designtes Rahmenset, optimierte Komponenten und eine durchdachte Sitzposition können messbare Unterschiede machen. Deshalb investieren wir viel Zeit in die Entwicklung aerodynamischer Rahmen und die Auswahl von Komponenten mit geringem Luftwiderstand. Wer im Rennmodus unterwegs ist, profitiert definitiv von diesen Optimierungen.
Performance ist mehr als nur Aerodynamik
Doch Aerodynamik ist nur ein Teil des Ganzen. Das schnellste Bike ist nicht unbedingt das mit dem niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert – sondern das, das unter realen Bedingungen am besten performt. Deshalb betrachten wir bei der Entwicklung unserer Bikes alle relevanten Faktoren: Steifigkeit, Gewicht, Rollwiderstand, Handling und Fahrkomfort. Denn am Ende zählt nicht, wie gut ein Bike im Windkanal abschneidet, sondern wie viel schneller es dich auf der Straße oder im Gelände macht.
Die richtige Balance finden
Ein ultraaerodynamischer Rahmen kann bei einem flachen Zeitfahren ein Gamechanger sein – doch was ist mit einer technisch anspruchsvollen Abfahrt oder einem steilen Anstieg? Wer nur auf Aerodynamik optimiert, muss oft Abstriche beim Handling, Komfort oder sogar der Gesamtgeschwindigkeit machen. Deshalb testen wir unsere Bikes in der Praxis, nicht nur auf dem Papier. Wir fahren, optimieren und verfeinern – so lange, bis wir die perfekte Balance zwischen Aerodynamik und allen anderen entscheidenden Performance-Faktoren gefunden haben.
Wahre Performance zeigt sich auf der Straße
Wir verlassen uns nicht nur auf Formeln und Simulationen. Unsere Setups werden in unterschiedlichsten Bedingungen getestet – von schnellen Straßenrennen bis zu herausfordernden Gravelstrecken. Unser Ansatz stellt sicher, dass unsere Bikes nicht nur theoretisch schnell sind, sondern dich in jeder Situation wirklich schneller machen.
Wo Aerodynamik zählt
Aerodynamische Vorteile werden oft als nebensächlich angesehen, da sie in der Regel bei 45 km/h gemessen werden – einer Geschwindigkeit, die nicht jeder über längere Zeit halten kann. Aber auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten ist der Luftwiderstand der Hauptwiderstand, vor allem, wenn du nicht gerade einen Berg hochfährst oder auf sehr langsamem, hügeligem Terrain unterwegs bist. Selbst bei 25 km/h spielst der Luftwiderstand eine entscheidende Rolle. Und sobald du nur noch 1-2% Gefälle hast, sind selbst für Freizeitfahrer nachhaltige Geschwindigkeiten von fast 45 km/h möglich. Dieser Abschnitt deiner Fahrt ist oft der größte, in dem du die aerodynamischen Vorteile so richtig ausnutzen kannst.
Ja, Aerodynamik ist wichtig. Aber sie ist nicht alles. Ein echtes High-Performance-Bike zeichnet sich nicht nur dadurch aus, wie es den Wind schneidet – sondern wie es dich besser, länger und schneller fahren lässt.